Tiergestützte Förderung kindlicher Entwicklung

Kaum etwas fördert die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern so sehr wie der Kontakt zu und der Umgang mit Tieren.
Es ist unumstritten, dass bei Kindern, die in Familien mit Haustieren aufwachsen, weniger Allergien auftreten, dafür aber die Sozialkompetenzen stärker ausgeprägt sind als in haustierlosen Familien. Es geht hierbei nicht um die Alternative, ob ein einstündiger Spaziergang mit Bello an der frischen Luft gesünder ist, als eine Stunde an der Playstation oder ob Streichelkontakt zu Tieren für das kindliche Immunsystem schädlicher ist, als die sagrotansterile Atmosphäre mancher Kinderzimmer.

In noch stärkerem Maße ist dieser positive Einfluss durch den Umgang mit Tieren bei kranken, entwicklungsverzögerten und behinderten Kindern zu beobachten. In vielen Schulen hat die tiergestützte Pädagogik mittlerweile Einzug gehalten und auch das Therapeutische Reiten ist (außer bei den meisten Krankenkassen) als physiotherapeutische Fördermaßnahme allgemein anerkannt.

Schon ein Meerschweinchen kann für die kindliche Seele wie ein Wunder sein, Hunde sind seit Jahrtausenden als des Menschen treuste Gefährten anerkannt und selbst solch exotische Tiere wie Delphine haben sich als Therapiepartner bewährt.
Eine in Deutschland kaum noch anzutreffende Tierart wurde jedoch bisher als idealer Spielgefährte übersehen, und zwar die immer etwas mystisch wirkenden, den meisten Menschen nur noch aus Grimmschen Märchen bekannten Esel. Deren sprichwörtliche Sturheit, die sie im Unterschied zu oftmals allzu nervösen, jederzeit fluchtbereiten Pferden stets ein wenig lethargisch verharren lässt, macht sie zu idealen Therapiepartnern auch für anfangs scheue oder ängstliche Kinder.
Hierbei geht es weniger um eine klassische Form der Therapie, sondern bereits der Kontakt beim Füttern, Streicheln, Schmusen, gelegentliches Aufsitzen oder kurze Reitwege zeigen deutlich positive Verhaltensänderungen bei den meisten Kindern.
Beobachtungen bei unseren drei altersmäßig sehr unterschiedlichen Kindern (darunter ein schwerbehinderter Sohn) bestärken uns in diesen Ansichten und zeigen, dass jedes Kind auf seine Art vom Umgang mit den Tieren profitiert.

Kontakt zu Tieren in Form kleiner Streichelzoos oder gar eines richtigen Reitbetriebs gibt es zum Glück in einigen unserer Reiseziele (San Miniato, La Dogana, Il Mulino, Azienda Gallo, Domaine de Perveránge, Gutshof Störtebecker, Familienhotel Sterner).
Für eine tiergestützte Förderung empfehlen wir jedoch besonders die kleine Ölmühle "Il Mulino" im Herzen Umbriens. In der parkartigen Anlage leben eine kleine Pony- und Eselherde von 6-10 Tieren. Leicht können unsere kleinen Gäste die Tiere füttern, streicheln und so Kontakt zu den possierlichen Langohren aufbauen. Gelegentliches Aufsitzen und kurze Reitwege sind nach Absprache mit dem Besitzer und Tierarzt "Don Camillo" Ferri (und unseren BetreuerInnen) möglich.

A proposito: Auch stressgeplagte Eltern werden sich wundern, wie beruhigend es ist, den Tieren einfach nur einmal eine halbe Stunde beim Grasen und Spielen auf der sonnigen Wiese zuzuschauen. Da fällt die Last des Alltags in Minuten von einem ab.

In diesem Sinne wünschen wir: Buone vacanze nel paese degli asini!


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